Detaillierte BU-Bedarfsermittlung
Diese Methode ist präziser als die pauschale Prozent-Faustformel: Sie listen Ihre tatsächlichen monatlichen Fixkosten auf, ziehen Kosten ab, die im Falle einer Berufsunfähigkeit ohnehin wegfallen würden (z. B. Fahrtkosten oder Arbeitskleidung), und addieren zusätzliche Beträge, die Sie weiterhin absichern möchten – etwa eine Altersvorsorge-Rücklage, die sonst wegfallen würde.
Warum diese Methode genauer ist
Die pauschale Faustformel geht von einem typischen Haushalt aus. In der Realität unterscheiden sich Fixkosten stark – wer eine hohe Kreditrate für ein Eigenheim trägt oder Kinder unterhält, braucht oft eine höhere Absicherung als 70–80% des Nettoeinkommens nahelegen würden. Die detaillierte Bedarfsermittlung bildet die tatsächliche finanzielle Situation ab.
Was gehört zu den wegfallenden Kosten?
Dazu zählen typischerweise Fahrtkosten zur Arbeit, Kosten für Arbeitskleidung, Verpflegungsmehraufwand und teilweise geringere Steuerlast durch den Wegfall des Erwerbseinkommens. Diese Posten dürfen von den Fixkosten abgezogen werden, da sie im Falle einer Berufsunfähigkeit nicht mehr anfallen.
Grenzen auch dieser Methode
Auch die detaillierte Bedarfsermittlung bleibt eine Orientierungshilfe: Sie ersetzt keine individuelle Prüfung von Steuereffekten, Sozialversicherungsfragen oder bereits bestehenden Absicherungen. Für eine belastbare Entscheidung vor Vertragsabschluss empfiehlt sich zusätzlich ein Gespräch mit einem unabhängigen Versicherungsberater.
Häufige Fragen zur Bedarfsermittlung
Welche Kosten zähle ich zu den monatlichen Fixkosten? +
Wie schätze ich meine wegfallenden Kosten realistisch ein? +
Muss ich die Altersvorsorge-Rücklage angeben? +
Was mache ich mit dem Ergebnis dieser Berechnung? +
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